Kapitel 20. Der Vinum Volume Manager

Inhaltsverzeichnis
20.1. Übersicht
20.2. Ihre Platten sind zu klein.
20.3. Mögliche Engpässe
20.4. Datenintegrität
20.5. Vinum-Objekte
20.6. Einige Beispiele
20.7. Objektbenennung
20.8. Vinum konfigurieren
20.9. Vinum für das Root-Dateisystem benutzen
Ursprünglich geschrieben von Greg Lehey. Übersetzt von Johann Kois und Kay Abendroth.

20.1. Übersicht

Egal, über welche und wieviele Festplatten Ihr System auch verfügt, immer wieder werden Sie mit den folgenden Problemen konfrontiert:

Um derartige Probleme zu lösen, wurden verschiedene Methoden entwickelt. Eine Möglichkeit bietet der Einsatz von mehreren, manchmal auch redundant ausgelegten Platten. Zusätzlich zur Unterstützung verschiedener Erweiterungskarten und Controller für Hardware-RAID-Systeme enthält das FreeBSD-Basissystem auch den Vinum Volume Manager, einen Blockgerätetreiber, der die Einrichtung virtueller Platten unterstützt. Bei Vinum handelt es sich um einen sogenannten Volume Manager, einen virtuellen Plattentreiber, der obige drei Probleme löst. Vinum bietet Ihnen größere Flexibilität, Leistung und Zuverlässigkeit als die klassische Datenspeicherung auf einzelne Festplatten. Dazu unterstützt Vinum RAID-0, RAID-1 und RAID-5 (sowohl einzeln als auch in Kombination).

Dieses Kapitel bietet Ihnen einen Überblick über potentielle Probleme der klassischen Datenspeicherung auf Festplatten sowie eine Einführung in den Vinum Volume Manager.

Anmerkung: Für FreeBSD 5.X wurde Vinum überarbeitet und an die GEOM-Architektur (Kapitel 19) angepasst, wobei die ursprünglichen Ideeen und Begriffe sowie die auf der Platte benötigten Metadaten beibehalten wurden. Die überarbeitete Version wird als gvinum (für GEOM-Vinum) bezeichnet. Die folgenden Ausführungen verwenden den Begriff Vinum als abstrakten Namen, unabhängig davon, welche Variante implementiert wurde. Sämtliche Befehlsaufrufe erfolgen über gvinum, welches nun das Kernelmodul geom_vinum.ko (statt vinum.ko) benötigt. Analog finden sich alle Gerätedateien nun unter /dev/gvinum statt unter /dev/vinum. Seit FreeBSD 6.x ist die alte Vinum-Implementierung nicht mehr im Basissystem enthalten.

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